Silvesterkrieg

2026 soll das Jahr der Zuversicht werden, sagt Bundeskanzler Friedrich Merz. Daraus wird nur etwas, wenn die Politik, die Bundesregierung vorneweg, das Vertrauen in den Staat wieder herstellt. Mit Lehren aus dem alljährlichen Silvesterkrieg finge es an.

Jette Nietzard hat es wieder getan. Auf der Plattform X variierte sie ihre Ansicht, wie man das „Männerproblem“ löst. „Männer“, hatte sie zu Silvester vor einem Jahr geschrieben, als sie noch Chefin der Grünen Parteijugend war, „die beim Böllern eine Hand verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen“. Jetzt lautete ihr Neujahrsgruß: „Männer, die beim Böllern eine Hand verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten.“

So geht pietätloser Populismus von links und beginnt das neue Jahr gleich mit einem Tiefpunkt der politischen Debatte. Sarkasmus hilft angesichts der Gewaltausbrüche und Katastrophen, die in der Silvesternacht wie auch am 1. Mai zur Regel geworden sind, wahrlich nicht weiter.

In Livetickern im Netz kann man verfolgen, wie........

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