Holger Friedrich, Held der Pressefreiheit |
Chefreporterin Anja Reich-Osang geht : Holger Friedrich, Held der Pressefreiheit
Nach 30 Jahren verlässt die Chefreporterin Anja Reich-Osang die „Berliner Zeitung“. Damit kommt der Verleger Holger Friedrich nicht klar. Das bezeugt seine Reaktion auf das Presseecho zu dem Fall. Er jammert mal wieder.
Holger Friedrich springt über jedes Stöckchen, und es ist immer die gleiche Leier mit ihm. Da muss nur jemand kommen und den rechtslastigen, AfD- und Kreml-freundlichen, ostalgischen Kurs antippen, auf den der Verleger die „Berliner Zeitung“ seit seiner Übernahme des Blattes im Jahr 2019 gebracht hat; die fragwürdige Art und Weise, wie er an den Titel der „Weltbühne“ kam, deuten; die vielen Personalwechsel aufzählen; oder daran erinnern, dass er sich dem Springer-Chef Döpfner einmal mit einem Informantenverrat andiente (mit seiner Stasi-Mitarbeit in jungen Jahren fangen wir jetzt gar nicht erst an) – es folgt, so sicher wie der Schlusssegen in der Messe, das Lamento der verfolgten Unschuld, für die Friedrich sich augenscheinlich hält.
Anja Reich: „Dass man eigentlich immer alles schreiben konnte“
Den jüngsten Anlass dafür gibt der Abgang der langjährigen Chefreporterin Anja Reich-Osang. Sie war der „Berliner Zeitung“ seit 30 Jahren verbunden und hat in einer Abschiedsmail an Kolleginnen und Kollegen, aus welcher die „taz“ zitiert, erzählt, was sie an diesem Blatt so sehr mochte. Die Redaktion sei ihr „eine feste Basis, eine........