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Die Berliner Linke hat ein Remmo-Problem

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Nach Wahlsieg : Die Berliner Linke hat ein Remmo-Problem

Berlin droht einer Partei in die Hände zu fallen, die beim Stichwort Organisierte Kriminalität als Erstes an Vonovia denkt. Während die jungen Naiven feiern, markiert Issa Remmo, der Pate von Neukölln, sein Revier.

Die Szene könnte als Auftakt für eine noch zu drehende Netflix-Serie „Babylon Berlin. 100 Jahre später“ taugen: Zu sehen ist eine Wahlparty, die junge, gutaussehende Spitzenkandidatin feiert ihren Sieg und den ihrer Partei, sie ruft der Menge zu, dass die Liebe über den Hass gewonnen habe. Um sie herum auf der Bühne und vor ihr im Publikum lauter andere junge Leute mit sympathischen, sensiblen Gesichtern, die sich umarmen.

Dann fährt die Kamera auf einen nicht mehr jungen Mann, der sich mit einem Begleiter im Hintergrund aufhält: kantiges Gesicht, kurzer Bart. Alles an seinen Zügen verrät, dass er zu befehlen gewohnt ist und jederzeit zur Brutalität bereit. Er lächelt kurz, als sich die Spitzenkandidatin bei den Berlinerinnen und Berlinern für ihr Vertrauen bedankt.

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Die Bilder von der Spitzenkandidatin konnte das Fernsehpublikum am Sonntagabend live auf allen Kanälen verfolgen: wie sich die jubelnde Elif Eralp von der Linkspartei und das Publikum im Festsaal Kreuzberg gegenseitig anhimmelten. Mancher ältere Zuschauer im Lande hat vermutlich geschaut, ob er das eigene Kind in der Menge entdeckt. 43 Prozent der 16 bis 24 Jahre alten Wähler haben für die Linkspartei gestimmt. Es sind keineswegs nur solche darunter, die sogenannten benachteiligten Gruppen zuzurechnen wären. Es ist vielmehr auffällig, wie viele Kinder reicher oder zumindest wohlhabender Eltern die Linkspartei wählen, vor allem die Töchter.........

© Frankfurter Allgemeine