Es gibt auch eine andere Option, Eltern zu sein |
Der Fall Spahn : Es gibt auch eine andere Option, Eltern zu sein
Es wird heftig darüber gestritten, was erlaubt ist, um sich einen Kinderwunsch zu erfüllen. Übersehen werden die Kinder, die schon da sind und Fürsorge brauchen.
Diese Woche hat das Statistische Bundesamt die Inobhutnahme-Zahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Erst einmal nur nackte Zahlen. Sie erzählen davon, wie viele Kinder hierzulande – manchmal nur für kurze Zeit, nicht selten aber für immer – nicht mehr bei ihren Eltern aufwachsen können. Sie erzählen von Kindern, die in jungen Jahren Gewalt, Vernachlässigung, Trauma und Angst erlebt haben statt Liebe, Vertrauen und Zuversicht.
Im Jahr 2025 waren das rund 57.000 Kinder und Jugendliche, weniger als 2024 und 2023. Eine gute Nachricht ist das aber nicht. Denn der Rückgang beruht vor allem auf einem Effekt: weniger unbegleitet eingereiste Minderjährige.
Rechnet man diese Fälle heraus, zeigt sich das eigentliche Problem. Während die Gesamtzahl sank, stieg die Zahl der dringenden Kindeswohlgefährdungen sogar weiter an, ebenso die Selbstmeldungen verzweifelter Jugendlicher. Am stärksten wuchsen körperliche und psychische Misshandlungen, besonders an Mädchen. Die Zahl der Eltern hierzulande, die Drogen konsumieren, psychisch krank, gewalttätig oder schlicht überfordert sind, kurzum: die ein Leben führen, in dem Kinder sich nicht entwickeln........