Juli Zeh, Springer und die Brandmauer |
Die Schriftstellerin Juli Zeh erklärt in einem „taz“-Interview, sie sei „kein Fan der Brandmauer“. Bei Springer macht man ihre Äußerung zum Indiz dafür, dass nun der Anfang vom Ende der Brandmauer gekommen sei.
Die Schriftstellerin Juli Zeh hat der „taz“ ein Interview gegeben, in dem sie der Redakteurin Antje Lang-Lendorff und dem von Juli Zehs Romanen „Unterleuten“ und „Zwischen Welten“ „nachhaltig beeindruckten“ Chefreporter Peter Unfried erklärte, dass sie „kein Fan“ der Brandmauer sei. Es scheine ihr nicht so, dass die Brandmauer die AfD von der Macht fernhalte, so Zeh, „die Prozente der AfD steigen ja immer weiter“: „Der Versuch, mit der Brandmauer die AfD kleinzuhalten, hat in den letzten zehn Jahren nichts gebracht.
Im Brandenburgischen Landtag gibt es schon jetzt keine Zweidrittelmehrheit mehr ohne die AfD“, so die Schriftstellerin. Das Interview wurde in vielen Medien zitiert. Bejubelt wurde es von der „Welt“: Andreas Rosenfelder, Chefkommentator und Leiter des dortigen Meinungsressorts, schrieb einen Kommentar unter dem Titel „Der Anfang vom Ende der ,Brandmauer‘“. Darin ließ er lieber weg, dass die Schriftstellerin der „taz“ auch gesagt hatte: „Ich bin doch nicht prinzipiell gegen ein AfD-Verbot. Ich sag’s noch mal: Ich bin Juristin. Wenn ein Parteiverbotsverfahren Aussicht auf Erfolg hat, kann und muss man es anstrengen.........