Hat Trump überhaupt eine Strategie?

Historiker zu Irankrieg : Hat Trump überhaupt eine Strategie?

„Regime change“ war gestern: Der Historiker Niall Ferguson meint, „regime alteration“ sei das neue Ziel amerikanischer Außenpolitik. Doch lässt sich Trumps erratisches Handeln wirklich auf einen Begriff bringen?

Mit der Wirklichkeit ändern sich auch die Begriffe – so stellen wir es uns zumindest vor. Als unter George W. Bush Expansionspolitik mit Demokratisierung verbunden werden sollte, lauteten die Schlagworte „nation building“ und „regime change“. Trump hingegen stand dann für „Isolationismus“ und „America first“, für minimales Eingreifen nur dort, wo amerikanische Interessen unmittelbar betroffen waren.

Spätestens mit Beginn des Irankriegs ist diese (Selbst-)Deutung nicht mehr aufrechtzuerhalten. Die Entführung Nicolás Maduros hatte man gerade noch mit einem Verweis darauf einordnen können, dass auch die Monroe-Doktrin, die Bibel amerikanischer Isolationisten, die unbedingte Kontrolle der westlichen Hemisphäre vorsehe. Doch Iran stellte seit den Luftschlägen des vergangenen Sommers keine direkte Bedrohung mehr dar – keine jedenfalls, die einen auf mehrere Wochen angelegten Krieg samt Ermordung der Führungsriege gerechtfertigt hätte. Wie........

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