Schöne neue Gas-Welt

Flexibel, aber gefährlich : Schöne neue Gas-Welt

Europa verlässt sich zunehmend auf Flüssiggasimporte – vor allem aus den USA. Für die Befüllung der Gasspeicher hat das riskante Folgen.

Die Zeitenwende hat auch den Gasmarkt radikal verändert. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stammte knapp die Hälfte der europäischen Gasimporte aus Russland. Heute sind es nur noch 13 Prozent, Ende 2027 soll endgültig Schluss sein. Per Leitung gelangen nur noch aus Norwegen große Mengen in die EU. Dafür wird jetzt deutlich mehr Gas in flüssiger Form (LNG) hierher verschifft. Allein über deutsche Terminals wurde im vergangenen Jahr 54 Prozent mehr als im Vorjahr importiert.

In der Energiekrise haben Deutschland und Europa beeindruckend schnell neue Herkunftsländer gefunden und Importterminals gebaut. Auch die Preise haben sich beruhigt; bei 30 Euro je Megawattstunde scheint sich ein neues Gleichgewicht eingestellt zu haben. Doch es gibt auch Schattenseiten der schönen neuen Gas-Welt.

Trump könnte Flüssiggas als Druckmittel einsetzen

LNG wird, anders als Pipeline-Gas, in Europa überwiegend kurzfristig gehandelt. In guten Zeiten erhöht das die Flexibilität. In schlechten Zeiten drohen neue Abhängigkeiten, weil Lieferungen kurzfristig in andere Regionen der Welt umgelenkt oder gar ganz gestrichen werden können. Besonders im Fokus........

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