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Beseelt von der Wahrheit

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06.04.2026

Michael Gregoritsch : Beseelt von der Wahrheit

Der Augsburger Michael Gregoritsch gibt auf Nachfrage des Schiedsrichters zu, nicht gefoult worden zu sein. Und wird dafür gefeiert. Aber was sagt das über das Fußball-Business aus?

Zwischen Held und Buhmann standen nur drei Worte: „War kein Foul.“ Die Aufregung um Michael Gregoritsch hätte nach dem lahmen 1:1 zwischen Hamburg und Augsburg kaum größer sein können; als habe er sich nachhaltig für den Friedensnobelpreis in Erinnerung gebracht, wurde der österreichische Stürmer des FCA in der Interview-Zone von allen Profis und auch danach von den Coaches gefeiert, wenigstens aber habe er nun den Fair-Play-Preis verdient: hatte er doch gegenüber Schiedsrichter Deniz Aytekin auf Nachfrage zugegeben, dass der Hamburger Fábio Vieira ihn nicht gefoult habe.

Aytekin nahm daraufhin den Freistoß für Augsburg zurück und lobte Gregoritsch: Er habe Respekt, Fairness und Menschlichkeit bewiesen. FCA-Coach Manuel Baum gefiel sein ehrlicher Stürmer auch, weniger die Aktion als solche – der Schiedsrichter habe ihn dadurch in die Bredouille gebracht, denn was wäre gewesen, hätte „Gregerl“ geantwortet: „War Foul!“

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Dann wäre er nicht Held, sondern Buhmann im Volkspark geworden, sagte Baum – und hatte recht. So aber durfte sich Michael Gregoritsch feiern lassen, weil er die Wahrheit gesagt hatte: Offenbar erwartet das im Milliarden-Business Fußball schon gar niemand mehr.

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