Geburt einer Tragödie

Anschlag auf den CSD : Geburt einer Tragödie

Woher der Hass? Diese Frage stellt sich nach jedem Anschlag. Schlag nach bei Nietzsche: Es gibt Menschen, denen anderer Leute Lebensfreude ein Dorn im Auge ist.

Nach dem Anschlag auf Leib und Leben von Menschen beim Berliner Christopher Street Day (CSD) führte eine erste Spur zu einem islamistisch eingestellten jungen Mann; eine zweite führt zu Nietzsche. Sein Name fiel schon, als der CSD und dessen jüngere Schwester, die Love Parade, um die Jahrhundertwende herum so große, bunt-vielfältige, der reinen Lust, aber eben auch der Friedfertigkeit verpflichtete Paraden wurden, die man im Behördendeutsch freilich immer noch „Kundgebungen“ nennt. Auch das Unordentliche will ordentlich angemeldet sein. Die bürgerlich-reservierte Frage, was es da eigentlich immer zu feiern gebe, beantwortete sich von selbst, tautologisch: das Leben als solches, sich selbst.

Man sah dabei Teilnehmer mit T-Shirts, auf denen das „Zarathustra“-Zitat stand: „Man........

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