Die Deutsche Bahn braucht wahre Wettbewerber |
Italo in Deutschland : Die Deutsche Bahn braucht wahre Wettbewerber
Der private italienische Zugbetreiber Italo will auf deutschen Gleisen fahren, doch die DB erklärt die Trassen als belegt. Dabei müsste die Devise gelten: mehr Konkurrenz wagen.
Dass die Züge der Deutschen Bahn oft verspätet sind, ist eine Binsenwahrheit mit Folgen. Mehr als ein Drittel der Befragten versucht, Bahnfahrten „wenn möglich zu vermeiden“, steht in der jüngsten Mobilitätsstudie des Versicherers HUK. Im Ausland hat sich die Krise herumgesprochen.
Daher will der private italienische Zugbetreiber Italo in den deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehr einsteigen. Zu Hause hat er in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten den staatlichen Platzhirschen Trenitalia das Fürchten gelehrt. In der Folge wurde auch Trenitalia besser, die Preise fielen, und mehr Menschen nehmen heute die Bahn.
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Doch in Deutschland trifft Italo auf harten Widerstand. Laut der Infrastrukturgesellschaft DB Infrago, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, gibt es angeblich keinen Platz auf den Gleisen und in den Bahnhöfen. Ein neuer Anbieter würde die „Verlässlichkeit und die Angebotsqualität“ gefährden, schreibt DB Infrago anlässlich einer Anhörung bei der Bundesnetzagentur.
Zynisch könnte man fragen: welche Verlässlichkeit und Angebotsqualität? Doch der Einspruch von DB Infrago hat Gewicht; die Bundesnetzagentur, die........