Zum Scheitern verurteilt

Frauenquote der FIFA : Zum Scheitern verurteilt

Mit ihrer Trainerinnen-Quote im Fußball der Frauen konterkariert der Weltverband FIFA, was er eigentlich erreichen will: Anerkennung von Leistung. Doch Gleichstellung lässt sich nicht erzwingen.

Der Welt-Fußballverband FIFA hat eine neue Idee, wie sich der Frauenfußball voranbringen lässt. Ab der Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien muss entweder der Chefcoach oder die Assistenz weiblich sein. Das klingt nach Fortschritt, nur ist die Regelung in ihrer jetzigen Form vor allem eines: gut gemeint, aber schlecht gemacht.

Der Gedanke, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, ist richtig. Nur hat die FIFA dabei ein kleines Detail übersehen: Bevor man Quoten für Trainerinnen vorschreibt, müssen erst die Voraussetzungen geschaffen werden, damit es überhaupt genügend Kandidatinnen gibt.

Bei den führenden Nationen mag die Rechnung aufgehen. Doch in vielen Ländern ist die Realität noch eine andere: Es fehlen Infrastruktur und Geld, damit Frauen eine Trainerausbildung machen können. Ohne entsprechende Investitionen ist die Vorgabe der FIFA zum Scheitern verurteilt.

Die Quote konterkariert, was die FIFA eigentlich erreichen will: Anerkennung von Leistung. Es braucht mehr Trainerinnen im Fußball, aber das ist etwas, das sich mit der Zeit entwickeln muss. Gleichstellung entsteht nicht, indem man Positionen erzwingt, sondern durch die Chance, in diese hineinzuwachsen.

Celine ChorusSportredakteurin.

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