Die Leichtathletik hat ein falsches Bild von sich
Wo die EM irritiert hat : Die Leichtathletik hat ein falsches Bild von sich
In einer Stadt, die Sport liebt, bleibt die Leichtathletik-EM außerhalb des Stadions kaum sichtbar. Im Stadion zeigen leere Ränge, wie sehr bei dieser EM eine Chance vertan wurde.
Wer in diesen Tagen durch Birmingham gelaufen ist, musste schon ziemlich genau hinschauen, um überhaupt mitzubekommen, dass in der zweitgrößten Stadt Großbritanniens eine Leichtathletik-EM stattfindet. Die wenigen Plakate, die es gab, gingen im Stadtbild beinahe unter, und auch die Werbung des britischen Sprinters Zharnel Hughes für Kokoswasser konnte nur um das Stadion herum mit der EM in Verbindung gebracht werden.
Auf den Rängen hat sich dieses Bild fortgesetzt. Viele Plätze blieben leer. Zwar gab es Tickets schon ab zehn Pfund, und laut Veranstalter war die Hälfte der verkauften Tickets auch für 30 Pfund oder weniger erhältlich. Der eigentliche Preis eines Stadionbesuchs besteht aber nicht nur aus der Eintrittskarte: Mit Essen, Trinken und Anreise konnten die Sessions am Wochenende für Familien schnell teuer werden. Und das ausgerechnet bei einer Sportart, die davon lebt, dass auch Menschen vorbeikommen, die........
