Gut für die Ukraine – aber eine Niederlage für Merz

Am Ende der „Schicksalswoche Europas“ hat der Kanzler sich nicht mit seinem Plan zur Unterstützung der Ukraine durchsetzen können. Putin dagegen hat Grund zur Freude.

Am Ende der „Schicksalswoche für Europa“ gibt es eine gute Nachricht: Die Ukrainer bekommen von der EU das Geld, das sie brauchen, um sich weiter gegen Russlands zerstörerische Invasion verteidigen zu können. Das ist im ureigenen Interesse aller Europäer, deren Freiheit und Sicherheit in und von der ­Ukraine mitverteidigt werden.

Doch das Hängen und Würgen, mit dem die EU sich zu dieser fundamental wichtigen Entscheidung durchrang, kann niemanden beeindrucken, schon gar nicht Moskau. Dort wurde sie sogar als Sieg von „Recht und Vernunft“ gelobt. Recht und Vernunft billigt der Kreml nur einer Politik zu, die seinen Zielen und Interessen dient, ihnen zumindest aber nicht völlig zuwiderläuft.

Für Putin wäre es am allerbesten gewesen, wenn die EU sich nicht einmal auf den Plan B hätte einigen können, den es vor der langen Nacht in Brüssel nicht gegeben hatte, auch weil Bundeskanzler Merz ihn nicht wollte. Dann wäre die Ukraine ziemlich bald wehrlos gewesen. Und die im internationalen Machtgefüge ohnehin schon als schwach und........

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