Auch wenn Merz nicht Moses ist |
Wahl in Sachsen-Anhalt : Auch wenn Merz nicht Moses ist
Der AfD-Tsunami aus Sachsen-Anhalt kann auch zu einer Gefahr für die Koalition in Berlin werden. Die SPD schwankt schon. Doch der Kanzler und die Union müssen auf Reformkurs bleiben.
Die AfD hat in Sachsen-Anhalt einen Erdrutschsieg errungen und damit die ganze Republik erschüttert, aber ihr Wahlziel knapp verfehlt: die absolute Mehrheit im Landtag und damit die Alleinherrschaft in Magdeburg. Die Regierungsbildung in dem politisch polarisierten Bundesland wird schwierig. Den Auftrag dazu hat ganz klar die AfD.
Nicht nur Sachsen-Anhalt, ganz Deutschland steht vor der Frage, wie es so weit hat kommen können, dass eine Partei, die nicht nur für die freie Fahrt auf der Simson steht, sondern auch für eine rechtsextreme, völkische, autoritäre und verfassungsfeindliche Politik, von fast jedem zweiten Wähler gewählt wurde.
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In Sachsen-Anhalt ist ein achtzig Jahre alter Damm gebrochen, der zuletzt aber schon tiefe Risse bekommen hatte. Nicht nur dort ist die AfD bis in die bürgerliche Mitte hinein gesellschaftsfähig geworden. Dem erst spät ins Amt gelangten Ministerpräsidenten Schulze gelang es nicht, seinem Herausforderer die Maske des strahlenden Moped-Messias vom Gesicht zu reißen.
Siegmund düste als Moped-Messias durchs Land
Siegmund düste durchs Land als Befreier von allen Übeln, an denen aus Sicht seiner Wähler nicht Putin, Donald Trump, Xi Jinping und andere „starke Männer“ schuld sind, sondern Friedrich Merz und der von ihm angeführte........