Wenn Künstliche Intelligenz Musik macht

KI ist die nächste wegweisende Herausforderung für die Musikindustrie. Baustellen gibt es viele, aber Aufregung über vermeintliche KI-Hits in den Charts hilft nicht weiter.  Worauf es jetzt ankommt.

The Velvet Sundown, Aventhis oder Breaking Rust: 2025 war auch das Jahr der Musiker, die gar nicht existieren. Alle drei sind komplett von Künstlicher Intelligenz generiert.

Es gibt zahllose solcher Beispiele sowie verschiedene Mischformen, in denen KI wahlweise nur Gesang oder Musik beisteuert. Generative KI ist damit die nächste große Herausforderung für die Musikindus­trie, so viel ist sicher.

Aber wie die neuen Wege aussehen sollen, was technisch möglich, aber keinesfalls erwünscht ist, und welche Änderungen all dies an den Regeln der Streamingökonomie erfordert, müssen Musik- und Techbranche erst noch ausverhandeln. Auch die Politik ist gefordert, denn viele Fragen berühren Urheber- und Persönlichkeitsrecht.

Umso dringlicher braucht es eine sachliche Debatte und weniger effekthascherische Aufregung, über die zentrale Aspekte schnell aus dem Blick geraten. Breaking Rust zum Beispiel wurde im November mancherorts zum „Chart-Stürmer“ hochstilisiert. Tatsächlich stand der Song „Walk My Walk“ auf Platz eins einer Hitliste in den........

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