Die Missachtung des Spitzensports |
Keine Lobby in Deutschland : Die Missachtung des Spitzensports
Bei der Abberufung der Staatsministerin für Sport wird deutlich: In Berlin hat nur der Fußball eine Lobby. Im DOSB kommt das nicht gut an. Und bei der Neubesetzung lässt der Kanzler eine Chance liegen.
Der Spitzensport hat keine Lobby in Deutschland. Das muss man einschränken. Abgesehen vom Fußball hat der Spitzensport keine ausreichende Lobby in diesem Land. Woran man das ablesen kann in diesen Tagen? An der Präsenz des zum Heilsbringer des Fußballs erkorenen Jürgen Klopp und an der Position des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der Dachverband des deutschen Sports, mit seinen gut 28 Millionen Mitgliedschaften der größte auf dem Planeten, steht wieder weit im Abseits.
Als am Montag Kanzler Merz die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, nominell eine Art Sportchefin der Bundesrepublik mit Sitz im Kanzleramt, zur Parlamentarischen Staatssekretärin degradierte und ins Gesundheitsministerium schickte, wusste der DOSB davon so viel: nichts.
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