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16.10.2019

Vor rund zwei Jahren tauchten die ersten E-Scooter in Santa Monica, Kalifornien, auf, gefolgt von San Francisco und weiteren US-Metropolen. Einige US-Start-ups expandierten in europäische Städte wie Paris, Brüssel oder Wien. Inzwischen gibt es die Roller auf allen Kontinenten. Am 17. Mai stimmte der Bundesrat der Regierungsverordnung zur Zulassung von E-Scootern im deutschen Straßenverkehr zu (unter der Bedingung, dass diese erst ab 14 Jahren und nicht auf Gehwegen genutzt werden dürfen). Seit dem 15. Juni darf man offiziell losrollen – mit einem zugelassenen und versicherten Privatroller oder Leihscootern, die inzwischen in 29 deutschen Städten verfügbar sind. Allein in Berlin sind es rund 9.000. Bald sollen es sogar knapp 60 Städte sein. Wie viele bundesweit unterwegs sind, lässt sich nicht verlässlich sagen – nicht alle Anbieter veröffentlichen ihre Zahlen.

Nicht so glänzend wie etwa beim Fahrrad: Ihre Herstellung ist aufwendig und ihre Lebensdauer kurz. Auch die Abholung der Roller durch sogenannte Juicer – Privatpersonen, die mit Fahrzeugen Roller transportieren, um ihre Akkus zu Hause aufzuladen – frisst viele Ressourcen. Eine Fahrt mit dem Roller emittiert durchschnittlich mehr als doppelt so viel CO₂ wie die Mitfahrt in einem öffentlichen Dieselbus: 126 Gramm gegenüber 51 Gramm pro Person und Kilometer. Wer vom konventionellen Privatauto (257 Gramm) auf einen E-Roller umsteigt, halbiert den CO₂-Ausstoß seiner Fahrt. Zu genießen sind diese Zahlen jedoch mit........

© Fluter