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Pandemie macht Zukunftsangst

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25.09.2021

fluter.de: Die Erhebung der zweiten „Jugend und Corona“-Studie wurde frühzeitig beendet, weil sich innerhalb kürzester Zeit über 7.000 junge Menschen beteiligt haben. Was glauben Sie, woher kam dieses große Interesse?

Tanja Rusack: Das große Interesse gab es sowohl bei der JuCo1- als auch bei der JuCo2-Studie. Bei anderen Studien haben wir nach zwei Wochen nicht solch einen Rücklauf. Für uns war das eines der Hauptergebnisse und ein Zeichen dafür, dass es kaum Raum für junge Menschen gibt, sich und ihre Bedürfnisse zu äußern. Sie wollten ihre Situation schildern, und das ohne irgendeine Form der Bewertung.

Wie hat sich der Alltag von jungen Menschen während der Pandemie verändert?

Radikal. Allein die sogenannten Kernherausforderungen des Jugendalters: sich selbst zu positionieren, sich mit anderen Jugendlichen in einer Gruppe zu treffen, Freundschaften und Paarbeziehungen aufzubauen, sich auszuprobieren – all das war von heute auf morgen überhaupt nicht mehr möglich. Hobbys wie Sport, die Pfadfinder oder Ähnliches sind ausgefallen. Während der Lockerungen konnte man sich dann zum Beispiel in Jugendzentren zu bestimmten Zeiten mit ein bis zwei Freunden auf Abstand treffen. Aber einfach zu kommen und zu gehen und sich mit vielen zu treffen, das ging nicht. Der psychosoziale Ausgleich fehlte.

Zu dem fehlenden Ausgleich kommen neue Herausforderungen. Eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt, dass immer mehr Kinder und Jugendliche sich psychisch belastet fühlen. Was haben die Auswertungen der JuCo-Studien diesbezüglich ergeben?

Wir haben am Ende des Fragebogens immer ein freies Kommentarfeld, das in der Regel selten genutzt wird. Diesmal wurden unwahrscheinlich viele Kommentare geschrieben. Viele berichteten, sie fühlten........

© Fluter


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