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„Random, aber let’s be friends!“

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Mit meiner besten Freundin Hannah war es Liebe auf den ersten Blick. Für ein Praktikum zog ich von Wiesbaden nach Hamburg. Zwei Monate später habe ich mich von meinem damaligen Freund getrennt. Ich brauchte einen kompletten Neustart. Mein alter Freund:innenkreis war zu sehr mit meinem Ex-Freund verbunden.

In einer großen Stadt wie Hamburg ist es schwer, Freund:innen zu finden. Trotzdem wollte ich es versuchen. Gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin ging ich auf viele Partys. Dort traf ich einige nette Meschen, stieß aber auch auf Drogen und nervige Poser aus der Musikszene – beides große Red Flags.

Ich merkte, dass bei der Freund:innensuche im echten Leben für mich wenig zu holen war, also lud ich mir die gängigen Dating-Apps runter und machte Treffen aus. An romantischen Beziehungen war ich kaum interessiert. Bei Bumble und Tinder muss für mich nicht immer was laufen, man lernt sich erst mal einfach nur kennen. Aus vielen dieser platonischen Dates wurden enge Freundschaften. Auch Hannah lernte ich so kennen. Allerdings erst in der WG-Küche ihres Mitbewohners Yannick, mit dem ich vorher auf Bumble gematcht hatte. Stundenlang unterhielten wir uns bei einem Filterkaffee über Hamburgs Datingszene und die anstehende Weihnachtszeit. Zwei Tage später schrieb ich ihr auf WhatsApp und fragte sie nach einem Treffen, dieses Mal ohne ihn.

In den nächsten zwei Jahren waren Hannah und ich unzertrennlich. Ich habe mir immer jemanden wie Hannah gewünscht: eine beste Freundin, mit der ich im Auto laut Radiomusik mitsingen kann. Man kann mit ihr aber auch unglaublich gut philosophieren. Keine politische Diskussion oder abstruse Fantasie ist zu groß. Ich war extrovertiert und laut, sie gefestigt und warm. So konnten wir uns gegenseitig pushen und grounden. Ich nannte sie Honey, wie den........

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