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Schwarz-weißes Gedenken

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01.09.2019

Für die kunterbunte Hippie-Funkband Sly and the Family Stone waren die schwarzgekleideten Typen mit Sonnenbrillen, die sich da am 29. Juni 1969 vor ihrer Bühne aufgereiht hatten, etwas gewöhnungsbedürftig. Doch die New Yorker Polizei hatte sich schlicht geweigert, beim Auftritt der Band vor mehreren Zehntausend Menschen im Stadtteil Harlem für Ruhe und Sicherheit zu sorgen. Also waren die Black Panther eingesprungen, eine afroamerikanische revolutionäre Organisation mit martialischem Look. Die hatte jedoch nicht viel zu tun. Alles blieb ruhig. „Unsere Lieder, die Musiker, die wir getroffen haben, die Kameradschaft – alles war so wunderbar“, schwärmt der Bandgitarrist Freddie Stone heute noch.

Auch ohne Hippies ziemlich hip: Die Jazzsängerin Abbey Lincoln trat beim „Black Woodstock“ auf, neben Stars wie Nina Simone oder dem jungen Stevie Wonder

Die kostenlose Konzertserie richtete sich vor allem an die schwarze Community und war bis dato eine der größten Feiern afroamerikanischer Musik

Ähnlich friedvoll verliefen alle sechs Wochenenden des Harlem Cultural Festival, das zwischen Ende Juni und Ende August 1969 in einem großen Park im nördlichen New Yorker Stadtteil Harlem über die Bühne ging. Die kostenlose Konzertserie war eine der bis dato größten Feiern afroamerikanischer Musik von Soul bis........

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