Ein Rechtsbruch als große Kontroll-Show
Kommentar: Dobrindts Grenzkontrollen – Was steckt hinter der großen Show?
Dobrindt und die Grenzen: Ein Rechtsbruch als große Kontroll-Show
Vor einem Jahr verschärfte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) direkt zum Amtsantritt die Grenzkontrollen. An der Praxis will er festhalten – trotz mehrerer Schlappen vor Gericht. Nur der schnelle Effekt zählt.
Alexander Dobrindt will als Macher der Migrationswende in die Geschichte eingehen. Die Zahlen scheinen dem Bundesinnenminister (CSU) nach einem Jahr im Amt recht zu geben: Die Asylgesuche haben sich von 2023 bis 2025 halbiert, im vergangenen Jahr kamen noch 170.000 Asylbewerberinnen und Asylbewerber nach Deutschland. Das liegt deutlich unter der Obergrenze von 200.000 Neuanträgen, für die sich Dobrindts Vorgänger und Parteikollege Horst Seehofer einst verkämpft hatte. Neun Jahre ist das her.
Und der Rückgang setzt sich fort: Im April gab es noch 6144 Erstanträge auf Asyl, knapp ein Drittel weniger als im April 2025.
Viel Show, viel Beifang, wenig Ertrag
Schwankungen in den Migrationsströmen nach Europa haben viele........
