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Verfassungsschützer sieht bei Terrorprävention „noch Luft nach oben“

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Nach CSD-Anschlag: Verfassungsschützer sieht bei Terrorprävention „noch Luft nach oben“

Verfassungsschützer sieht bei Terrorprävention „noch Luft nach oben“

Eine Woche nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day zieht Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer erste Schlüsse. Er schreibt, der Fall sei typisch - nicht wegen der Herkunft des Täters Abdul Ballout, sondern wegen seines Alters und weil er allein handelte.

Der brutale Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day liegt jetzt eine Woche zurück. Und er zeigt: Die islamistische Terrorgefahr in Deutschland ist anhaltend hoch, wenn auch nicht flächendeckend. Wahrscheinlich sind vor allem Anschläge durch einzelne Täter oder sehr kleine, eigenständig handelnde Gruppen, die leicht verfügbare Tatmittel wie Fahrzeuge oder Messer einsetzen.

Der Berliner Fall ist besonders beunruhigend, weil er bekannte Risikomerkmale vereinigt: eine bereits fortgeschrittene jihadistische Radikalisierung, einen mutmaßlichen Ausreiseversuch zum „Islamischen Staat“, eine formale Einstufung als Gefährder, Haft- und Auslandserfahrungen, eine erst kurze Zeit zurückliegende Haftentlassung, Zweifel an der Ernsthaftigkeit der De-Radikalisierung, Hinweise in sozialen Medien und ein leicht zugängliches Anschlagsziel von hoher symbolischer Bedeutung.

Ein erheblicher Teil der heutigen Bedrohung entsteht durch Menschen, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, deutsche Schulen besucht haben, deutsche Staatsangehörige sind und sich erst als Jugendliche........

© Dresdner Neueste Nachrichten