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„Antizionismus“ – Wenn es um Israel geht, sind alle Juden irgendwie doch die Täter

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13.05.2021
Der Nahostkonflikt tobt nicht nur zwischen Arabern und Juden vor Ort, sondern auch in den Köpfen in Deutschland. Viele muslimische Zuwanderer und ein linkes urdeutsches Milieu teilen die Überzeugung, die Israelis hätten die Raketenangriffe irgendwie verdient. Ein Weckruf.

Eigentlich ist es ganz einfach: Wer Schwarze nicht mag oder auch Araber, wer etwas gegen Asiaten, Juden, Christen, unabhängige Frauen und Homosexuelle hat, wer die Vielfalt unserer offenen Gesellschaft verabscheut, der hat sich – um einen berühmten Ausspruch Trotzkis zu bemühen – im Jahrhundert geirrt und in unserem Land nichts zu suchen.

Aber so einfach ist es nicht (mehr). In Deutschland darf ein grölender Mob vor Synagogen und jüdischen Gemeindehäusern auf die Barrikaden gehen, seinen Judenhass herausdonnern, Davidsterne verbrennen und jüdische Bürger in Angst und Schrecken versetzen – und das weitgehend folgenlos. Zwar greift die Polizei ein, brav und pflichtschuldig ermittelt der Staatsschutz, doch das war es dann auch schon. Die Täter werden nur selten ermittelt. Den meisten Medien ist der Skandal eine Meldung wert. So geschehen dieser Tage in Bonn.

Wo bleibt eigentlich der Aufstand der Anständigen? Ist er nur zu entfachen, wenn........

© Die Welt


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