Trumps Grönland-Fantasien sind eine Provokation für die Europäer

Die Forderungen aus Washington werden immer dreister: „Wir brauchen Grönland, unbedingt“, bekräftigt Donald Trump. Sein Berater Stephen Miller legt noch nach: Die USA sollten Grönland „haben“. Niemand werde wohl „wegen der Zukunft Grönlands militärisch gegen die USA kämpfen“. Es ist nicht das erste Mal, dass die US-Regierung Anspruch auf Grönland erhebt. Doch dass das ausgerechnet jetzt mit neuer Verve erfolgt, ist eine klare Provokation für Washingtons Verbündete in Europa.

Auch wenn Trump viel zuzutrauen ist: Dass gleich morgen US-Truppen mit Gewalt die Kontrolle über das zu Dänemark gehörende Grönland übernehmen werden, wirkt wenig wahrscheinlich – zumindest derzeit noch. Doch es reicht, dass die erneuten Forderungen nun kurz nach der US-Militäraktion in Venezuela auftauchen – in einem Atemzug mit Drohungen gegen Länder wie Kuba. Die USA stoßen damit ihren kleinen