Europa muss bei Donald Trump rote Linien ziehen |
Europas Verhältnis zu Donald Trump ist geprägt von Missverständnissen. Lang nahmen Europäer den US-Präsidenten nicht ernst, belächelten ihn als Angeber, Narzissten: Trump-Psychogramme dominierten viele Analysen der US-Politik. Und nach seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl 2020 war man überzeugt: Der Tycoon im Weißen Haus sei ein Unfall der Geschichte gewesen.
Ein Irrtum. Er kam zurück, radikaler als zuvor. Seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr beleidigte Trump europäische Partner, kokettierte mit Russland, verhängte Zölle. Europäer reagierten demütig. Sie behandelten Trump wie den schwierigen Verwandten, dem man schmeichelt und den man austoben lassen muss.
Das Trump-Appeasement brachte wenig. Im Lauf des vergangenen Jahres griffen US-Regierungsvertreter in Reden, Essays, Strategiepapieren die EU und zentristische europäische Regierungen wiederholt an. Als........