Für Viktor Orbáns Brüsseler Propagandisten wird es eng |
Die Anweisung war höflich, aber streng. „Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: der Dress-Code ist Smart Casual oder Business-Attire. Sportschuhe und Jeans sind nicht erlaubt, und ein Sakko ist für Männer erforderlich.“ Mit dieser Adjustierungsanweisung ging es am Dienstagabend in eine Podiumsveranstaltung des MCC Brussels im Flamenclub „De Warande“ am Park von Brüssel.
1,3 Milliarden Euro Vermögen
Über das „dramatische Ergebnis der ungarischen Wahl“ sollte hier parliert werden, und dramatisch ist der Erdrutschsieg von Péter Magyars Tisza-Partei für den MCC Brussels im engsten Wortsinn. Seine Mutterorganisation, das Mathias Corvinus Collegium in Budapest, dürfte seine üppige Finanzierung ziemlich rasch verlieren. „Ich glaube, dass der Staat das niemals hätte finanzieren sollen, das war ein Verbrechen“, sagte Magyar am Tag nach seinem Wahlsieg. Das Collegium gibt es seit 30 Jahren. Die längste Zeit seiner Existenz war es eine bescheiden ausgestattete Organisation zur Förderung besonders talentierter junger Ungarn.
Das änderte sich im Jahr 2020. Die von Ministerpräsident Viktor Orbán geführte Fidesz-Regierung übertrug der MCC-Stiftung jeweils zehn Prozent der........