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Ein höheres Pensionsalter ist alles andere als unsozial

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15.09.2026

Mehr braucht man in Österreich nicht, als eine Pensionsreform zu fordern. Obwohl das längst nicht mehr revolutionär ist. Namhafte Ökonomen empfehlen Österreich seit Jahren, das Pensionsantrittsalter in irgendeiner Weise an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Andere Länder, die auch keine sozialen Wüsten sind – zum Beispiel Dänemark und Schweden –, machen das ja auch.

Am Sonntag wiederholte also Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr seine Forderung, das gesetzliche Pensionsalter auf 67 Jahre anzuheben und an die Lebenserwartung zu koppeln. Denn Österreich könne sich vom Trend in den anderen Industrieländern nicht abtrennen.

Prompt kamen dieselben Reaktionen wie immer: Der ÖGB fände ein höheres Pensionsalter „extrem unfair“, weil Menschen, die weniger verdienen und in körperlich belastenden Berufen arbeiten, im Schnitt kürzer leben und daher weniger Zeit in Pension verbringen als Besserverdiener. So argumentiert auch die SPÖ: Mit ihr werde........

© Die Presse