Der Staat kann die Kosten des Iran-Kriegs nicht abfedern

Die Ankündigung der Industriestaaten, rund ein Drittel ihrer strategischen Ölreserven auf den Markt zu werfen, ist wie der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Ölfass verpufft. Denn nur einen Tag später bewegte sich der Preis für das schwarze Gold wieder in Richtung 100 Dollar. Zu groß sind die Sorgen an den Märkten, dass die Sperre der wichtigen Straße von Hormus länger dauert. Zu schwerwiegend sind die Angriffe des Iran auf die Ölinfrastruktur in vielen Ländern der Region. Eine Entwicklung, die man an der Wall Street und auch im Weißen Haus wohl etwas unterschätzt hat.

Hohe Treibstoffpreise dürften daher auch den Menschen in Österreich noch einige Zeit erhalten bleiben. Und das werden alle im Land spüren – auch jene, die nicht mit dem Auto fahren. Denn die gestiegenen Kraftstoffpreise erhöhen auch die Kosten für sämtliche Güter, die im Supermarkt konsumiert oder........

© Die Presse