Österreich ist ein (D)ORF
Österreich ist ein Dorf. Das ist beileibe keine Neuigkeit. Aber wer Zweifel hatte, konnte diese in den vergangenen Wochen bei einer sehr österreichischen Version der Erfolgsserie „Succession“ ausräumen. Im Nachfolgerennen für Roland Weißmann um den prominentesten Medien-Chefsessel im Land spielten schwarz-rot-pinke Familien-Interessen wieder einmal die Hauptrolle.
Zuerst wurde Ingrid Thurnher mit viel Pathos auf den Schild gehoben und vom Stiftungsrat abwärts als fleischgewordene „Öffentlich-Rechtliche“ gehuldigt. Nur um den bewährten ORF-Star dann scheibchenweise zu diskreditieren. Die 63-Jährige hat es zum Glück nicht mehr nötig, sich das – die Politik, den Stiftungsrat, die Niedertracht – anzutun und wird hoffentlich ihre paar Monate im Amt nun auch damit verbringen, den einen oder anderen genussvoll zu sekkieren.
Hinter und auf Thurnhers Rücken spielen die Parteien inzwischen........
