SPÖ: Mit „Eat the rich“-Kurs in die Bedeutungslosigkeit

„Zwar bezeichnen sich manche SPD-Mitglieder immer noch und voller Stolz als Genossen. Doch die parteiprägende Klasse, die selbstbewussten, die leistungsverliebten, die bürgerlich emanzipierten Arbeitnehmer sind längst nicht mehr Teil der Sozialdemokratie.“ Der Befund des Schweizer Journalisten Frank A. Meyer im Magazin „Cicero“ ist zwar auf Deutschland gemünzt – er lässt sich aber problemlos auf Österreich und die SPÖ übertragen.

In beiden Staaten hat die Sozialdemokratie ihr Kernklientel verloren und rinnt in alle Richtungen aus. Vor allem ihre verfehlte Migrationspolitik trieb Wähler zur FPÖ und AfD. Gegenrezepte finden weder SPÖ noch SPD: Sich als die „Kümmerpartei“ für Benachteiligte zu inszenieren und gegen „Superreiche“ zu wettern, geht nicht auf. In Umfragen liegen SPÖ und SPD – nach ohnehin miesen Ergebnissen bei den letzten Parlamentswahlen – darnieder und weit hinter der Konkurrenz.........

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