Trump will ein unterwürfiges, kein starkes Europa |
Das Publikum bei der Münchner Sicherheitskonferenz war dankbar. Marco Rubio erntete für seine Rede stehenden Applaus. Der US-Außenminister hatte für ein starkes Europa plädiert und sich deutlich zur transatlantischen Partnerschaft bekannt. Floskeln, die seit Jahrzehnten zur rhetorischen Grundausstattung beim Jahrestreffen im Hotel Bayerischer Hof zählen, lösten einen regelrechten Sturm der Erleichterung aus.
Das Grönland-Trauma wirkt nach
Die Zeiten haben sich eben geändert. Nichts ist mehr selbstverständlich, auch nicht die Allianz zwischen den USA und Europa. Das dürfte auch den letzten Berufsoptimisten des Westens klar sein, seit US-Präsident Trump territoriale Ansprüche auf Grönland gestellt hat. In München blieb das mittlerweile entschärfte Thema ausgeklammert. Das war der Stimmung zuträglich. Doch das Trauma wirkt auch unausgesprochen nach.
Sanft im Ton, hart in der Ideologie: Die doppelte Botschaft der USA an Europa
Anders als US-Vizepräsident J. D. Vance im Vorjahr traf Rubio diesmal in Deutschland den richtigen Ton. Er mischte seinen Vortrag geschmeidiger ab und ließ historisches Verständnis erkennen. Ihm sind die Lehren des vergangenen Jahrhunderts bewusst. Die USA wurde am Ende in beide Weltkriege hineingezogen. Das Schicksal Europas sei niemals irrelevant für die........