Sechs Gründe für den Triumph Österreichs und die Schlappe Deutschlands im UN-Sicherheitsrat
Die Freude war unübersehbar. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und ihr Team jubelten im Hauptquartier der Vereinten Nationen, als hätten sie einen Weltmeistertitel errungen. Österreich setzte sich im Rennen um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat ebenso wie Portugal schon im ersten Wahldurchgang mit einer Zweidrittelmehrheit gegen Deutschland durch. Als ausgerechnet Annalena Baerbock das Resultat als amtierende Präsidentin der UN-Generalversammlung verlas, musste sie um einen gefassten Gesichtsausdruck ringen.
Für Deutschland ist die Niederlage eine herbe Blamage. Der zweitgrößte Beitragszahler der Vereinten Nationen scheiterte deutlich. Dafür gab es mehrere Gründe. Erstens waren die Deutschen erheblich später als die beiden europäischen Konkurrenten in den Wahlkampf eingestiegen. Sie konnten den Rückstand auch mit finanziellen Argumenten nicht mehr einholen. Zweitens missfällt vielen Mitgliedstaaten offenbar, dass Deutschland einen semi-permanenten Sitz für sich........
