In Sachsen-Anhalt bahnt sich ein deutsches Beben an: Die Brandmauer gegen die AfD ist gescheitert |
Mit der „Alternative für Deutschland“ ist kein Staat zu machen. Das hat AfD-Chefin Alice Weidel neulich im Sommerinterview mit dem ZDF eindrucksvoll demonstriert.
Wer ernsthaft erwägt, aus dem Euro auszusteigen, wer ständig mit einem Austritt aus der EU kokettiert, wer wieder dauerhaft nationale Grenzkontrollen hochziehen will, meint es weder mit Deutschland noch mit Europa gut. Die wirtschaftlichen Konsequenzen eines solchen „Dexit“ wären desaströs. Das sollte seit dem Brexit klar sein. Die Beendigung der EU-Mitgliedschaft hat den Briten unter dem Strich spürbare Wohlstandsverluste beschert.
Welle der Unzufriedenheit
Es gibt auch weitere gute Gründe, der AfD misstrauisch zu begegnen. Der Verfassungsschutz stuft Teile der Partei nicht zufällig als rechtsextrem ein. In ihr wuchert nicht nur an den Rändern völkisches Gedankengut. Dennoch hat die AfD mehr Zulauf denn je. In Sachsen-Anhalt liegt sie vor den Landtagswahlen am Sonntag in Umfragen bei über 40 Prozent. Auch bundesweit sehen Meinungsforscher die AfD seit Monaten deutlich vor der Union.
Die deutschen Blauen reiten auf einer Welle der Unzufriedenheit, die sich immer höher auftürmt. Epizentrum des Tsunamis, der über die politische........