Europa braucht Tempo und nicht noch ein Papier |
Europa ist der einzige Kontinent, über den sich die Welt derzeit lustig macht – und in dem trotzdem alle am liebsten leben würden. Das ist kein Paradoxon, das ist unser Geschäftsmodell: Demokratie, Rechtsstaat, soziale Sicherheit und Lebensqualität. Nur: Geschäftsmodelle brauchen auch Umsätze.
Die harten Fakten dahinter: Wir sind pro Arbeitsstunde wesentlich unproduktiver als die USA, Kanada, Australien, Japan und andere Staaten. Und während andere Hunderte „Unicorns“ hervorbringen, diskutieren wir in Europa darüber, ob ein Start-up ein „KMU“ ist, bevor es überhaupt Umsatz hat.
Unsere Standardantwort heißt „Strategie“. Wir sind Weltmeister im Ankündigen, aber im Umsetzen scheiden wir in der Qualifikationsrunde aus. Dann kommt die Demografie und nimmt uns den Rest der Illusion: 2024 kamen in der EU nur noch knapp drei Menschen im Erwerbsalter auf eine Person über 65 – und es wird Richtung 2050 auf weniger als zwei gehen. Gleichzeitig arbeiten wir im Schnitt 36 Stunden pro Woche. Das ist sympathisch. Nur die Mathematik ist unbarmherzig.Was also tun? Fünf Vorschläge - ohne Folklore:
Erstens: Schlicht und einfach eine echte Wirtschaftsunion werden, inklusive Bankenunion und einem gemeinsamen Kapitalmarkt, und Zölle und........