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Der Umgang mit den Wir-Menschen

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Ab einem bestimmten Zeitpunkt bei bestimmten Freunden, Bekannten und Menschen in Lebensabschnitten kauft man einen gewissen Anhang immer mit. Nicht selten sind das Leute, die man nur aus bestimmten Erzählungen kennt, schon mal Fotos von ihnen gesehen hat und die man auf der Straße nicht wiedererkennen würde. Es sind die Paulas, Susannen und Juttas der Kumpels, die Manfreds, Johns und Alis alter Bekannter. Also Anhängsel, lebendige Begleitende, die einem ständig Grüße ausrichten, ohne dass man je mit ihnen zu tun hatte. Und falls doch, dann mal kurz im Theaterfoyer oder im Supermarkt in der Gemüseabteilung.

Auf einmal nur noch Wir!

Klar, wenn ein alter guter Kumpel nach Jahren erfolgreicher Selbstliebe und eines Singlelebens ohne Frühstück mit Croissants einen wunderbaren Menschen für sich gefunden hat, dann freut mich das erst einmal für ihn. Ist doch prima. Liebe, Gemeinsamkeit, Zukunftsplanung, sexuelles Harmonieverständnis ohne Zeitdruck – das ist doch etwas Schönes.

Vollkommen nachvollziehbar, dass so ein Freund in den ersten Wochen die Unbekannte so stark zu lieben scheint, dass er viel Zeit mit ihr verbringt. Dieser neue Mensch wird auf den Rücken........

© Die Kolumnisten