menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Der allzu schnelle Ideologie-Vorwurf

35 0
16.04.2026

In der Soziologie spricht man von einem geschlossenen System von Ideen, um damit den Begriff Ideologie zu erklären. Dabei ist es für die Begriffsdefinition ziemlich egal, ob es sich um gute oder schlechte Ideen handelt. Ein Naturwissenschaftler kann z.B. feststellen und im wissenschaftlichen Sinne sogar beweisen, warum Windenergie gut ist. Zudem effektiv und relativ wenig schädlich. In Regeneratives zu investieren, halte ich also für sinnvoll. Zudem wird jeder vernünftige Mensch, der etwas von Ästhetik versteht, einen Windpark schöner finden, als Fabrik-, Kühlturm- und Schornsteinlandschaften. Trotzdem ist die Idee, die hinter wiederverwendbarer Energiegewinnung steckt, stets dem sofortigen Vorwurf ausgesetzt, einer Ideologie zu entspringen.

Vermutlich ist der erste Grund, dass bereits der Umweltschutz als ideologisch betrachtet wird. Weil gemessen an ganz vielen Millionen Jahren fossiler und organischer Existenzen, der menschliche Einfluss auf das verändernde Klima, freilich klein geredet werden kann. Erkennt man eine Katastrophe nicht, in der uns aktuell betreffenden Dimension, bedient man sich halt einer größeren, einer gewaltigen, einer philosophischen, bezogen auf die Physis.

Konzentriert auf das, was die alten Griechen als Natur bezeichneten, also die Dinge, die der Mensch nicht erschuf. Physis=Natur.

Doch hier bin ich – ein Mensch!

Ich gehöre zur „Generation-Mengenlehre“. Wir zeichneten in der „ideologischen“ Erich Kästner-Grundschule Krupunder Kreise auf das leere Papier und malten diese bunt aus. Die Kreise überschnitten sich. Linker Kreis bspw. Radfahrer, rechter Kreis Brillenträger. Schnittmenge Radfahrer, die auch Brillenträger sind.........

© Die Kolumnisten