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Vorschule für ALLE wäre mal ein Gedanke

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07.08.2019

Grundschulverbot für einige oder verpflichtende Vorschule für alle fragt sich Kolumnist Henning Hirsch

Der Unionsfraktionsvize im Bundestag, Carsten Linnemann (42) hat der Rheinischen Post (Düsseldorf) vorgestern ein Interview gegeben, in dem er sich u.a. zur Frage der Integration äußert, und das im Nachgang hohe Wellen in den sozialen Medien schlug.

Hier die entsprechende Passage im vollen Wortlaut:

RP: Wo muss sich die CDU profilieren?

Linnemann: Ganz klar bei der Integration. Die Vorfälle in Freibädern, die Tat auf dem Frankfurt Bahnsteig, die Schwertattacke in Stuttgart – das alles wühlt die Menschen auf und befeuert die Sorge, dass neue Parallelgesellschaften entstehen könnten. Dem müssen wir jetzt vorbeugen. Nur ein Beispiel: Wenn wir in jeder Sonntagsrede erzählen, wie wichtig die Sprache für die Integration ist, dann müssen bei uns alle Alarmglocken schrillen, wenn bei Sprachtests in Duisburg über 16 Prozent der künftigen Erstklässler gar kein Deutsch können, und bei Vergleichstests in Berlin nahezu jeder dritte Grundschüler beim Lesen und Zuhören nicht einmal den Mindeststandard erreicht. Die Probleme werden immer größer, wir erleben neue Parallelgesellschaften in vielen Bereichen des Landes. Bis tief hinein in die Mittelschicht erlebe ich Eltern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, weil das Niveau an staatlichen Schulen sinkt.

RP: Was tun?

Linnemann: Es reicht nicht nur, Sprachstandserhebungen bei Vierjährigen durchzuführen, sondern es müssen auch Konsequenzen gezogen werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen. Hier muss eine Vorschulpflicht greifen, notfalls muss seine Einschulung........

© Die Kolumnisten