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Cover, Baby … mehr Cover, Baby!

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14.08.2019

Warum darf eine Klimaaktivistin nicht das Cover eines Hochglanzmagazins zieren, fragt Kolumnist Henning Hirsch

Greta Thunberg seit gestern mal wieder in aller Munde. Dieses Mal, weil sie auf dem Cover der britischen Oktoberausgabe des Männer-Lifestyle-Magazins GQ prangen wird. Mit der plakativem Titel: Game Changer of the year. Dort, wo es sonst um Fitnesstipps, Ernährungsberatung, Flirtverhalten zwischen den Geschlechtern und ähnlich wichtige Themen geht, können wir im Herbst ein mehrseitiges Interview mit der jungen schwedischen Umweltaktivistin abgedruckt lesen und erfahren, weshalb die Redaktion sie mit dem diesjährigen GQ-Award auszeichnet.

Die Anfeindungen im Netz ließen nicht lange auf sich warten. Von „Das geht gar nicht!!“ über „Hier zeigt sie ihr wahres Kommerzgesicht“ bis hin zu „Was soll ein Alien auf einem Modecover?“ war beinahe alles an Gemeinheiten in Facebook & Co. zu bestaunen.

Auch ihr eigentlich wohlgesonnene Kommentatoren zeigten sich besorgt ob der täglichen medialen Omnipräsenz der Schwedin und fragen, wann die Belastbarkeitsgrenze erreicht ist. Ist es mittlerweile noch ihr eigenes Anliegen oder wird sie zunehmend mehr vor den Karren einer Kampagne, gesteuert von der Agentur „We don’t have time“, gespannt? Ohne Insider zu sein, fällt es schwer, das abschließend beurteilen zu können.

Was aber ins Auge springt, ist der Umstand, wie viel Häme die junge Dame auf sich zieht, nur weil sie sich für etwas engagiert, von dem einige meinen, dass dessen Wandel ins Bedrohliche gar nicht existiert, sondern von böswilligen Wissenschaftlern im Verein mit noch bösartigeren Medien frei erfunden ist. Da wird sie mal........

© Die Kolumnisten