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Qualkampf – Was wähl ich nur?

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07.08.2021

Am 26.9.2021 wird ein neuer Bundestag gewählt. Aber der Wahlkampf lässt das Publikum staunen. Was wähl ich nur? Eine Kolumne von Heinrich Schmitz

Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

Es gibt ja immer noch Zeitgenossen, die der Meinung sind, bei der Wahl werde der/die KanzlerIn gewählt. Nicht mal der Name Bundestagswahl lässt die von diesem Glauben abfallen. Das mag damit zusammenhängen, dass einige Parteien sogenannte KanzlerInnen-Kandidaten aufstellen, die um die Gunst der Wähler kämpfen. Trotzdem werden Sie auf dem Wahlzetteln nirgendwo ein Feld finden, in dem Sie ankreuzen können, wen Sie gerne als Kanzler hätten. Und ganz ehrlich, darüber bin ich bei dieser Wahl ganz besonders froh. Denn die Wahl, die uns da die mit KanzlerInnenkandidaten antretenden Parteien machen, macht mir jedenfalls wenig Freude.

Welches Schweinderl hätten‘s denn gerne. Armin, den Witzbold, Annalena, die mitunter Orientierungslose oder Olaf, den Schweiger? Ja, ich glaube Sie verstehen mein Problem. So muss sich ein Veganer fühlen, wenn er sich etwas zu Essen bestellen muss, der Kellner aber nur Frikadellen, Mettwürstchen und Kotelett bringen kann. Okay, da könnte man bei den Frikadellen noch darauf hoffen, dass da gar kein Fleisch drin ist.

Laut Biografie eine Freunde, war Laschets Motto schon früher:

20 Prozent Sein, 30 Prozent Schein, 50 Prozent Schwein.

und wenn er den Spruch selber erfunden hätte, würde ich ihm für die Ehrlichkeit und die Kreativität anerkennend auf die Schulter klopfen. Aber das ist ein nur leicht abgewandeltes Zitat von Philip Rosenthal, der sagte:

Erfolg im Leben ist etwas Sein, etwas Schein und sehr viel Schwein.

Nun, wie sagt der alte Lateiner: plagiare humanum est oder so.

Und während ich bei Rosenthal das „sehr viel Schwein“ spontan als „sehr viel Glück“ gelesen habe, hatte ich bei Laschets um Prozente ergänzte Version eher das Prinzen-Schwein auf dem Schirm. Fromm ist, der Sein und Haben unterscheiden kann.

Aber egal. Ich mache gar keinen Hehl daraus, dass mir Armin Laschet höchst unsympathisch ist. Die Nummer, die er bei seinem kläglich gescheiterten Lehrauftrag bei der RWTH Aachen abgezogen hat, war für mich schon ein Knockout-Kriterium. Von jemand, der sich derart unseriös aus der........

© Die Kolumnisten


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