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Plausibilität hilft wenig

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01.06.2026

Plausibilität ist nicht Wahrheit

Sowohl Chris Kaiser als auch Jörg Phil Friedrich argumentieren letztlich über Plausibilität, nicht über Beweisbarkeit. Darin liegt bereits eine wichtige Gemeinsamkeit. Die Differenz entsteht erst dadurch, dass beide unter „plausibel“ Verschiedenes verstehen.

Friedrich definiert, wenn ich das richtig verstehe,  Plausibilität als die Fähigkeit einer Hypothese, unterschiedliche Beobachtungen unter einer gemeinsamen Erklärung zusammenzuführen: Naturgesetze, Bewusstsein, Moral und Schönheit würden durch die Annahme eines Schöpfergottes verständlich. Deshalb sei die Gottesthese plausibel.

Genau hier beginnt jedoch das philosophische Problem.

Eine Erklärung wird nicht allein dadurch plausibel, dass sie vieles erklärt. Sonst wären auch zahlreiche historische Weltbilder plausibel geblieben, die heute niemand mehr vertritt. Plausibilität verlangt mindestens drei Kriterien:

Erklärungskraft, Einfachheit, Unabhängige Prüfbarkeit.

Die Gottesthese erfüllt das erste Kriterium teilweise, die beiden anderen aber nur sehr begrenzt.

Die Verwechslung von „erklären“ und „benennen“

Friedrich argumentiert, Gesetzmäßigkeiten, Bewusstsein, Moral und Schönheit seien ohne Gott letztlich unerklärlich. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass Gott die bessere Erklärung ist.

Wenn ich frage: Warum existieren........

© Die Kolumnisten