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Menschen töten

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23.04.2022

Der Krieg um die Ukraine macht es erneut sichtbar. Menschen töten. Seit allen Zeiten und immer wieder. Die Konsequenzen. Eine Kolumne von Heinrich Schmitz

Bild: PDPhotos/pixabay

Seit ewigen Zeiten bringen Menschen sich gegenseitig um. Ob das nun mit Kain anfing, der seinen jüngeren Bruder Abel erschlagen haben soll, wie es die Bibel berichtet, geschenkt. Immer gab es Menschen, die andere getötet haben. Zunächst mit einfachen Mitteln, wie den Fäusten, Steinen, Knüppeln oder Keulen. Später mit Steinschleudern, Speeren, Messern und Schwertern. Viele der eingesetzten Gegenstände dienten auch der Jagd. Mit Pfeil und Bogen konnte man nicht nur das Wild jagen, sondern auch auf größere Entfernung Menschen töten. Aber weil der Mensch ja nie zufrieden und recht kreativ ist, wurden weitere Waffen entwickelt. Und so gab es bald Katapulte, Schusswaffen, Rammen, Granatwerfer, gepanzerte Fahrzeuge, Kampfflugzeuge, Bomben, Raketen, Handgranaten und Drohnen. Damit konnte man dann schon aus größerer Entfernung töten und zwar gleich größere Menschenmengen. Und weil der Mensch erfinderisch ist, gab es immer effektivere Erfindungen hin bis zu Massenvernichtungswaffen wie Atombomben, chemische und biologische Waffen. Von denen existieren auf der Welt so viele, dass man die Menschheit damit komplett auslöschen könnte. Theoretisch sogar mehrfach, was praktisch ja nicht funktioniert, weil, watt fott is, is fott.

Aber es müssen ja nicht nur Waffen sein, mit denen man Menschen in großer Zahl vernichten kann. Unsere Vorfahren entwickelten eine industrielle Tötungsmaschinerie in Form von Vernichtungslagern, in denen Menschen auf grauenhafte Weise mithilfe von Gas getötet und dann verbrannt wurden. Alleine vier Millionen Juden wurden in den Vernichtungslagern wie Auschwitz oder Bergen-Belsen ermordet. Weitere zwei Millionen starben bei den Massakern in den von der Wehrmacht eroberten Gebieten, vor allem im Russlandfeldzug. Gerade wir Deutsche kennen uns mit Massenmorden aus.

Alleine m zweiten Weltkrieg starben durch Kriegseinwirkungen 60 – 65 Millionen Menschen. Nun war das ja nur der bisher letzte Krieg, der hier in Deutschland selbst stattfand. Auch in den napoleonischen Kriegen oder im dreißigjährigen Krieg, im Vietnamkrieg, im Koreakrieg und natürlich auch im ersten Weltkrieg gab es Millionen von Toten. Im Schnitt sterben seit Jahren pro Tag ca. 500 Menschen bei kriegerischen Auseinandersetzungen – wobei da der Urkrainekrieg noch gar nicht berücksichtigt ist. Irgendwie haben........

© Die Kolumnisten


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