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Laschets 9 – Eine Komödie

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04.09.2021

Armin Laschet stellte gestern sein „Zukunftsteam“ vor. Eine tolle Idee. Eine Kolumne von Heinrich Schmitz

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Was macht man, wenn man eine schier unlösbare Aufgabe vor sich hat, also z.B. den Tresor unter dem Casinohotel Bellagio ausrauben möchte. Danny Ocean wusste Rat. Man stellt ein unschlagbares Team zusammen. Für jede Aufgabe braucht man einen Spezialisten und die schaffen dann, geführt von einem genialen Mastermind, das Unmögliche. Ich mochte die Ocean Filme und wie alle Fans wartete ich nach den drei Filmen mit Danny Ocean und dem Oceans 8 mit seiner Schwester Debby auf Oceans 9. Aber den wird es nicht mehr geben.

Nun gibt es aber Laschets 9. Das Zukunftsteam, mit dem der Kanzlerkandidat der CDU, Armin Laschet, das Ding noch drehen will. Die glorreichen 7, die Avengers, die Guardians of the Galaxy, der Elferrat. So was in der Art bräuchte Laschet, denn dass er alleine noch großartig über die aktuellen 20% aus den Umfragen kommen kann, glaubt im Adenauerhaus wohl aßer ihm selbst niemand mehr. Und so wurden sie also präsentiert, die Mitglieder seines Teams.

An Nummer eins Friedrich for Future, Friedrich Merz, der im unionsinternen Duell gegen Laschet den kürzeren gezogen hatte. Ein Mann, der mit seinen 65 Jahre geradezu prädestiniert ist, die Zukunft der CDU abzubilden. Jemand der die Rechten von der AfD weglocken soll. Und jemand, dessen wirtschaftliche Kompetenz bisher in erster Linie daraus geschlossen wird, dass er für Blackrock gearbeitet hat. Dass er dort wegen seiner großen wirtschaftlichen Fähigkeiten eingestellt wurde, glaube ich persönlich weniger. Da vermute ich eher, dass er wegen seiner Kontakte ins politische Entscheidermilieu und seines Telefonverzeichnisses eine gute Wahl für Blackrock war. Ob er aber umgekehrt auch eine gute Wahl für die Bundesrepublik sein wird, weil er nun ebenso gute Kontakte ins Milieu des Großkapitals hat, weiß ich nicht. Aber okay. Einen Merz kennt man wenigstens.

Das gilt für die anderen Powerranger aus Laschets Truppe nur bedingt. Das ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten.

Neben Merz soll da die gelernte Politologin Dorothee Bär (CSU), bisher Digital-Staatsministerin, sich um die Digitalisierung Deutschlands kümmern. Also um eine Aufgabe, an der die bisherige Regierung ziemlich kläglich gescheitert ist. Und eben nicht nur die Regierung, sondern Bär ganz persönlich. Sie verspricht nun ein Update und die Zündung eines digitalen Turbos. Warum sie den........

© Die Kolumnisten


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