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Baerbock – Ehrlich dumm

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05.06.2021

Die Kanzlerkandidatin der Grünen spricht von einer Benzinpreiserhöhung um 16 Cent und die Wahlkampfheuchler der anderen Parteien freuen sich. Eine Kolumne von Heinrich Schmitz

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Wenn Bürger gefragt werden, was sie von einem Politiker erlangen, dann ist eine der häufigsten Antworten „Ehrlichkeit“. Tatsächlich ist Ehrlichkeit für einen Politiker der sicherste Weg, Wähler zu verprellen. Das Beispiel Baerbock zeigt es ganz deutlich.

Da geht also eine Kandidatin hin und verkündet in wunderbarer Offenheit, dass sie im Falle einer Regierungsverantwortung den Benzinpreis im Jahr 2023 um 16 Cent erhöhen möchte. Kann man machen. Ist aber im Land der Autobauer und -fahrer so ziemlich das Dümmste was man machen kann. Denn bei aller Zustimmung zu Umweltschutz, Klimazielen und dem Wunsch nach besserer Luft möchte der Deutsche Michel natürlich nicht mehr für das Autofahren bezahlen. Und nun können die anderen Parteien mit dem Finger auf Frau Baerbock zeigen und sagen:

Schaut, die Grünen wollen Euch das Autofahren vermiesen.

Dass die in diesem Jahr bereits eingetretene Benzinpreiserhöhung von 6 Cent, die in den Baerbockschen 16 Cent bereits enthalten sind, durch die Große Koalition beschlossen wurden, darüber wird der Mantel des Schweigens geworfen. Genau genommen sind auch die von Baerbock genannten 16 Cent bereits von der Mehrheit von CDU und SPD beschlossen worden. Das ging nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgericht auch ganz fix und ohne größere Debatte innerhalb der Koalition. Der einzige Unterschied zur Forderung Baerbocks ist, dass diese die Sache etwas beschleunigen will. Das große Geplärre von Scholz und Scheuer zum Beispiel ist an Unredlichkeit kaum zu toppen.

Wer jetzt einfach immer weiter an der Spritpreisschraube dreht, der zeigt, wie egal ihm die Nöte der Bürgerinnen und Bürger sind,

sagte der aktuelle Kanzlerkandidat der SPD und amtierende Finanzminister gegenüber der BILD-Zeitung. Ein immer höherer CO2-Preis sorge

nicht für mehr Klimaschutz, sondern nur für mehr Frust.

Ja nun. Diese Schraube haben Sie eben erst selbst gedrechselt, Herr Scholz. Sind Sie dazu gezwungen worden und falls ja , warum haben Sie Ihre Abscheu gegen höhere Preise nicht laut und deutlich verkündet? Und dass die........

© Die Kolumnisten


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