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Oh, Winter, dein schmutziger Schnee

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22.02.2026

So weit ich mich in meine Kindheit zurück erinnern kann, verbinde ich nur schöne und wunderschöne Erinnerungen mit Schnee. Winter ist seit je her meine Lieblingsjahreszeit, in welche nicht nur das für Kinder geschenkereichste Ereignis – Weihnachten – fällt, sondern, in welcher die Ruhe in der Natur noch ruhender und stiller ist und in welcher es mannigfaltige Vergnügungen gibt, zu denen man sich nicht einmal mit Freunden verabreden musste, um sie doch dort zu treffen.

Dieser Eindruck, durch mein glücklichseligmachendes Kindheitserleben geprägt, wurde in diesem Jahr doch sehr in Frage gestellt. Nach langen Jahren, in denen mal kurz geschneit und dann meist eher nicht, wurde das strahlende Weiß und das Gefühl der seligen Einsamkeit nicht angekratzt, das für mich der Winter ausmachte. Er trat halt einfach nicht so richtig ein.

Doch, was ist das da, in diesem heurigen Winter? Heftige Schneefälle, mit besten Voraussetzungen, ein bisschen liegen zu bleiben, und dann gleich am nächsten Tag Bäche und Wasserpfützen, weil die Kälte sofort in unangenehme einstellige Plusgrade umschlug. Oder gleich direkter Übergang von Schneefall zu Dauerregen. Gestern noch geschippt und den von der Schneelast umgekippten Flieder freigeschüttelt und heute gerade einmal ein paar hartnäckige Häufchen grauem Matsch, wo ich beim Schippen die Massen auftürmte. Die Kinder der Nachbarn haben es nicht einmal geschafft, einen Schneemann zu bauen, denn nachdem sie aus dem Kindergarten heimkamen, war der Spuk schon vorbei. Beim Schippen habe ich schon gemerkt, dass der bodennahe Schnee und der auf dem Auto schon am Tauen........

© Die Kolumnisten