Al-Scharaa im Kanzleramt: Es muss um Menschenrechte gehen
Merz trifft Syriens Übergangspräsident: Menschenrechte statt nur Migrationspolitik
Al-Scharaa im Kanzleramt: Es muss um Menschenrechte gehen
Bundeskanzler Merz darf das Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten nicht nur dazu nutzen, Abschiebungen nach Syrien vorzubereiten. Er muss Al-Scharaa zur Wahrung der Menschenrechte anhalten.
Es ist ein überaus außergewöhnlicher Vorgang: Ahmed Al-Scharaa, den die Welt lange unter seinem Kampfnamen Abu Muhammad al-Dschaulani kannte, galt noch bis 2024 als einer der meistgesuchten Terroristen der Erde. Die Vereinigten Staaten hatten ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Am Montag wird er nun in Berlin empfangen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trifft ihn im Schloss Bellevue, Bundeskanzler Friedrich Merz lädt ihn zu Gespräch und Mittagessen im Kanzleramt ein. Al-Scharaa ist inzwischen syrischer Übergangspräsident – und damit Staatsmann, ob einem das gefällt oder nicht.
Gegen das Treffen mit Merz ist deshalb zunächst gar nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Der Dialog ist........
