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Wenn der Staat die Katastrophe nicht wahrhaben will

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14.04.2021

Die Lüge, die Verharmlosung, das Gerede und die Ausreden der Apparatschiks angesichts einer durch Nachlässigkeit, Ignoranz und blanken Zynismus hervorgerufenen Katastrophe sind universell und zeitlos. Daran wurde man Montagabend erinnert, als der ORF eine exzellente, amerikanisch-britische Miniserie über Tschernobyl brachte.

Demnächst sind es 35 Jahre, dass das Atomkraftwerk im ukrainisch-weißrussischen Grenzgebiet der damals noch existierenden Sowjetunion in die Luft flog. Über die Zahl der Opfer wird heute noch gestritten. Offiziell werden ein paar Dutzend Opfer der immensen Direktstrahlung vor Ort angegeben, dazu ein paar Tausend als Spätfolge. Wahrscheinlich sind es aber viel mehr. Österreich war eines der Länder, die von der radioaktiven Wolke, die sich in der Folge über halb........

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