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Eindämmung statt "Nation Building"

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24.08.2021

Die USA, der Westen insgesamt, haben soeben einen Krieg verloren. Und zwar gegen einen Haufen bärtiger Analphabeten, die aber wissen, wie man mit Schläue, Terror und Bereitschaft zum Tod im Jihad einen ganzen Staat an sich reißt (wobei: Afghanistan war und ist kein Staat, sondern eine Ansammlung von Stammesfürstentümern).

Auf jeden Fall: Verloren ist verloren. Zuvor haben die Amerikaner schon versucht, aus dem Irak (Spaltung in Sunniten, Schiiten und Kurden) eine "Nation" zu machen, mit einem eher traurigen Ergebnis, und lange davor in Vietnam.

Heißt das, dass die USA – "der Westen" – nun jeden "liberalen Interventionismus" aufgeben müssen? Viele werden das so interpretieren, vor allem wenn es um Gesellschaften geht, die wir nicht verstehen. Und um ewige Kriege, die nicht zu gewinnen........

© derStandard


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