Salomon Sulzer: Musikvermittler zwischen Ost und West
Salomon Sulzer, um 1830
Die Welt, in die Salomon Sulzer am 18. März 1804 hineingeboren wurde, konnte bereits in seinen ersten Lebensjahren mit einigen Besonderheiten aufwarten. Hohenems – die Kerngemeinde der ehemaligen gleichnamigen Reichsgrafschaft, in der zwölf jüdischen Familien 1617 erstmals die Ansiedlung erlaubt wurde – zählte zu Beginn des 19. Jahrhunderts rund 3.000 Seelen. Der direkt an der Rheingrenze gelegene Ort nahm damit, hinter der Nachbargemeinde Dornbirn und noch vor Bregenz, Bludenz und Feldkirch, den zweiten Rang in der Vorarlberger Bevölkerungsstatistik ein. Gut fünfzig Jahre nach der Eingliederung in die Habsburgermonarchie fiel Hohenems infolge des Friedens von Pressburg an das 1806 neuentstandene Königreich Bayern. Die Zeit der napoleonischen Kriege und der wechselnden Herrschaftsverhältnisse hinterließ ihre Spuren auch in Sulzers Familiengeschichte. Gut erkennbar am Nachnamen, der ab 1813 auch offiziell geführt wurde, denn im Geburtsregister ist die spätere Berühmtheit noch unter dem Namen Salomon Levi zu finden.
