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Wir brauchen mehr Diversität in den Parlamenten

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30.08.2019

Bist Du Ossi, bist Du Wessi? Die Antwort auf diese Frage wurde in den vergangenen Wochen in Brandenburg und Sachsen zur Chiffre für Glaubwürdigkeit in der Politik. Vor allem gemeinsame Herkunft demnach sorge dafür, dass der Wähler sich wieder geachtet und gehört fühlt. Doch diese Strategie ist gefährlich. Sie verwechselt das Bedürfnis nach Repräsentation mit Betroffenenpolitik.

Es ist eine Illusion, dass Parlamente die Unterschiedlichkeit des Wahlvolkes widerspiegeln. Bis vor ein paar Jahren war das dem Wähler egal. Er verließ sich darauf, dass Abgeordnete im Interesse des ganzen Volkes entscheiden – egal woher sie kommen, wie sie aussehen, welche Orientierungen sie mitbringen. Das Problem: die Volksvertreter untereinander wurden immer ähnlicher. Zu viele Akademiker stehen auf den Wahllisten, zu viele Juristen, zu viele Biodeutsche – zu wenig Frauen, Arbeiter, junge Erwachsene mit Migrationshintergrund. Und, ja, auch zu wenig Ostdeutsche. Der Wähler fragt: „Und wo bleibe ich?“

Das „Wir von hier“ gegen „Die von da“

Die zur Zeit........

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