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Macht den gleichen Fehler nicht noch einmal

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23.10.2020

In der Warteschlange wird es eng. 75 Firmen haben in der Coronakrise schon beim Staat wegen einer Beteiligung angeklopft, bei 15 steht der Einstieg des neuen Wirtschaftsstabilisierungsfonds oder der staateseigenen KfW-Bank offenbar kurz bevor. Noch ist Deutschland zwar weit von einer Auferstehung der Treuhandanstalt entfernt. Doch es ist Zeit, sich an die Erfahrungen mit der DDR-Wirtschaft zu erinnern.

Ist der Staat ein guter Unternehmer? Nein. Nach der ersten Privatisierungsphase, in der die Premiumkombinate der DDR aufgespalten und verkauft wurden, versuchte sich die Treuhandanstalt als Saniererin, als Qualifizierungsbetrieb für Arbeitnehmer, als Unternehmerin.

Es hat nicht viel geholfen. Das Ende kam für die meisten Firmen nur ein bisschen später. Nur 36 der 500 größten deutschen Unternehmen firmieren heute in Ostdeutschland. Der Staat als Unternehmer hat den Verfall nur verzögern, nicht aufhalten können – trotz des allergrößten Bemühens.

Dennoch tritt die Regierung nun wieder an, Unternehmen unter ihre Fittiche zu nehmen. Lufthansa und TUI, und demnächst vielleicht auch ThyssenKrupp, wollen sich mit Eigenkapital aus der öffentlichen Hand helfen lassen.

Die Commerzbank ist ein abschreckendes Beispiel für Staatsbeteiligung

In einem Beteiligungsfonds namens „Best Owner Group“ sollen mittelständische Automobil-Zulieferer für die Zeit des Strukturwandels vom Verbrenner- zum Elektromotor unterkommen können.........

© Der Tagesspiegel


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